Die Saugfallen, welche nur die Wasserschläuche besitzen, sind ziemlich raffinierte Wunderwerke der Natur. Hierbei handelt es sich um blasenförmige, an den
Wurzeln wachsende Gebilde. Die Fallen stehen unter Unterdruck, den die Pflanze erreicht, indem sie das in den Fangblasen befindliche Wasser aufnimmt. Ein falltürartiger Deckel, welcher den
Falleneingang verschliesst, verhindert dass erneut Wasser einlaufen kann.
Um Beute, etwa Wasserflöhe, anzulocken, scheiden die Utricularien eine zuckerhaltige Substanz aus, welche das Opfer an spezielle, reusenartige Fühlborsten
locken. Werden diese Fühlborsten nun berührt, öffnet sich die Falltür schlagartig und das Tier wird ins Falleninnere gesaugt. Danach schliesst sich die Falle wieder, das Wasser wird wieder
aufgenommen und die Beute verdaut.
Der ganze Fangvorgang dauert nur einen Bruchteil einer Sekunde und ist somit die schnellste Bewegung im Pflanzenreich.