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Cehalotus follicularis gehört für mich zu den schönsten aller Karnivoren. Er bildet, je nach Jahreszeit, zwei unterschiedliche Blattformen aus. Anfang Winter bis Frühlingsende werden
einfache, nichtkarnivore Laubblätter und im Sommer und Herbst 2-3cm grosse kannenförmige Fallen gebildet, um kriechende Insekten, wie z.B. Ameisen, zu fangen.
Diese Art ist nicht für Anfänger geeignet!
Vorkommen:
Temperatur:
im Sommer bis zu 30°C, im Winter zwischen 0°C und 15°C
Licht:
halbschattig bis sonnig ; Im Halbschatten werden die Krüge grösser, Laub und Fallen bleiben aber grün. Sonnig gehaltene Pflanzen färben sich hingegen rot aus.
Giessen:
Das Substrat konstant feucht halten, den Topf aber nicht im Wasser stehen lassen.
Luftfeuchtigkeit:
ca. 60%
Substrat:
70% Weisstorf, 30% Sand
Cephalotus follicularis wird in Kultur hauptsächlich über Blattstecklinge Vermehrt. Dazu biege ich etwa mittel-alte Blätter (Krüge kann man auch verwenden) nach unten bis sich diese mit der Blattbasis von der Pflanze lösen. Den Blatt-(Krug-)stiel kann man dann einfach vorsichtig in feuchtes Substrat bzw. in totes oder lebendes Sphagnum stecken. Nach 4-6 Wochen zeigen sich erste kleine Blätter. Diese Methode funktioniert bei mir zu 70-80%.
Ältere mehrtriebige Pflanzen können vorsichtig!! geteilt werden. Dabei sollten die sehr empfindlichen und brüchigen Wurzeln möglichst nicht beschädigt werden.
Ausgesät habe ich Cephalotus bisher noch nicht.
Der Zwergkrug zählt zu meinen Favoriten unter den Karnivoren, obwohl wir lange Zeit auf Kriegsfuss standen. Diese Pflanzen kosten, je nach Alter, oft ein kleines Vermögen und deren Kultur ist schon recht schwierig. Diese Gründe waren es warum ich meinen ersten Cephalotus erst sehr spät zulegte. Das Interesse an den bizarr geformten Fallen des Zwergkruges siegte letztendlich über die Sorgen und ich legte mir eine Jungpflanze zu. Doch die Freude an ihr hielt nur etwa einen Monat, denn dann wurde sie durch Mehltau und Wurzelfäule dahingerafft. Der Ärger war gross doch nun wollte ich Cephalotus follicularis um so mehr erfolgreich kultivieren.
So legte ich mir schon bald einen adulten Zwergkrug zu.
Diesen hatte ich ebenfalls nicht lange, denn ein halbes Jahr später, kurz bevor sich seine Blüten öffneten, war auch er nur noch ein Fall für den Kompost obwohl er bis dahin recht gut gedieh.
Glücklicherweise hatte ich diesmal daran gedacht, vorher ein paar Blattstecklinge anzusetzen.